Interview mit Leoluca Orlando in der Süddeutschen

Gestern, am 6. November 2009, veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung ein Interview mit Leoluca Orlando, dem ehemaligen Bürgermeister von Palermo, der inzwischen als Oppositionspolitiker im italienischen Parlament aktiv ist, Orlando beschreibt sehr anschaulich, wie das System Berlusconi funktioniert, das er als „eine Diktatur, die wie eine Demokratie aussieht,” bezeichnet. Außerdem erläutert er, wie Berlusconis Politik die Mafia fördert und welche Gefahren sich daraus für Europa ergeben.

Mir fällt dazu nur ein, dass die deutschen Christdemokraten im Europäischen Parlament eine gemeinsame Fraktion mit Berlusconis Partei „Popolo della Libertà“ bilden. Im Übrigen gehören zum „Popolo della Libertà“ auch die italienischen Postfaschisten. Seltsam, dass die deutschen Christdemokraten keine Bedenken haben, mit solch einer Partei eine gemeinsame Fraktion zu bilden, und dass sich anscheinend auch die deutsche Presse nicht daran stört, aber das Geschrei groß ist, wenn die SPD auch nur in Kauf nimmt, dass eigene Positionen oder Kandidatinnen nur mit Hilfe von Stimmen der Linkspartei gewählt werden könnten.

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