Finanzkrise

Finanzmarktkrise und Wirtschaftswissenschaften

Verfasst von Meneteqel am 10. Juli 2011 - 19:00

Heute morgen habe ich einen Kommentar im Standard gelesen. Der Autor Christian Fleck beschwert sich über die Desinformation zur Griechenland-Krise in den Medien. Die meisten Stellungnahmen kommen von Experten aus der Finanzbranche, die ihre eigenen Interessen verfolgen und deshalb verdächtig sind. Wirtschaftswissenschaftler, die eine neutrale Position vertreten könnten, melden sich kaum zu Wort. Die einzige Information, die ihm glaubwürdig erscheint, ist der Artikel in der NZZ mit dem Titel Rettung von Banken als wahres Ziel.

Das Schweigen der Wirtschaftswissenschaftler könnte mit dem Versagen der Wirtschaftswissensschaften zusammenhängen, das der Artikel kritisiert, den ich heute Mittag im Zug gelesen habe: The Financial Crisis and the Systemic Failure of Academic Economics.

Für eine alternative Wirtschaftspolitik

Verfasst von Meneteqel am 4. Januar 2010 - 19:01

Die Wirtschafts- und Finanzkrise geht nun bereits in dritte Jahr. Bislang aber haben die Politiker mit genau den Maßnahmen darauf reagiert, die uns die Krise überhaupt erst eingebrockt haben. Mit den großzügigen Finanzhilfen für die Finanzwirtschaft ist die nächste Finanzblase bereits vorprogrammiert. Und nun fordert unser FDP-Wirtschaftsminister Rainer Brüderle auch noch ernsthaft eine Fusion der Landesbanken – ganz so, als wären die Bankenfusionen der letzten Jahre nicht ein entscheidender Teil des Problems. Da titelt sogar das Handelsblatt »FDP-Ideologie gefährdet Kreditversorgung der Wirtschaft«

Da tut es gut, in der Online-Ausgabe des Freitags den Bericht von Tom Strohschneider über das Euro-Memorandum 2009 zu lesen. Denn Wirtschaftswissenschaftler außerhalb des Mainstreams kommen in unseren devoten Medien ja kaum noch vor.

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